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Schloss Namest in Hana

Das Schloss ist durch überarbeitetes Vorbild französischer Schlösser charakteristisch, deren Einfluss vom mährischen Barock weiter geprägt worden ist. Die typische Vierflügel-Anlage schliesst einen Schlossinnenhof. Das Schloss ist von der Rundparkanlage mit einer Fläche von 2,5 ha umgeben, wobei vom Schloss aus vier Parkwege, mit Lindenalleen gesäumt, in alle Himmelsrichtungen führen. Das Schloss rühmt sich unter anderem mit einer umfangreichen Sammlung an Festkutschen der olmützer Bischöfe und Erzbischöfe.

In der Parkanlage findet man prächtige Bäume, von denen wir wenigstens die Rotbuche oder den heutzutage so populären Ginkgobaum nennen wollen. Die letzte entscheidende Parkanpassung wurde 1925 unter der Leitung vom Gartenarchitekten Křemen umgesetzt. Der Park gehört in Mähren sicherlich zu den bedeutendsten. Neben interessanten Holzgewächsen findet man im Park auch eine Kolonnade, einen gusseisernen Altan und ein Wasserbecken.

1726 erwarben die Harrachs das Herrengut von Náměšť, sie gehörten zu den bedeutenden Adelsgeschlechtern in der Habsburger Monarchie. Zu jener Zeit benutzten sie das alte, sogenannte Untere Schloss als ihren Sitz. Nach Ende des 7 Jahre-Krieges (am 1.3.1766) begann Ferdinand Bonaventura den Aufbau vom neuen Schloss nahe der Ruine der mittelalterlichen Burg. Dieser neuer Sommersitz wurde im frühklassizistischen Stil mit deutlicher Erleuchtung durch das Vorbild französischer Schlösser erbaut. Parallel wurde auch der Rundpark um das Schloss angelegt, von dem aus die mit Lindenalleen gesäumten Parkwege in alle Himmelsrichtungen führen. Am Perimeter hinteren Halbkreises der Parkanlage wurden 17 Weberhäuser gebaut: deren Parzellen liegen fächerartig angeordnet am Umfang des Bezirks. Solche Siedlungsform ist völlig ungewöhnlich und hierzulande etwa vereinzelt. Für das neue Schloss lebte sich die Bezeichnung Oberes Schloss ein, das alte Schloss wird Unteres Schloss genannt.

Im J.1778 erbte das Schloss Maria Rosa, die Tochter von Graf von Harrach, die mit Graf Kinský verheiratet war. Kinský ebenso wie Harrach war eines der prominentesten Häuser im Reich. Joseph, Graf Kinský, der Gatte von Maria Rosa, wurde nach dem Tode seines Vaters 1792 gar Fürst und Oberhaupt der verzweigten Familie. Weder zuvor, noch später danach hatte Náměšť eine fürsterliche Obrigkeit mehr, weil sein Nachfolger in Náměšť, der zweitgeborene Sohn Franz Joseph Kinský nur Graf war. Die fürsterliche Linie wurde nämlich mit dem erstgeborenen Sohn Ferdinand Kinský weitergeführt. Der letzte Kinský in Náměšť, Graf Eugen II., veräusserte den Grossgrundbesitz in Náměšť an den Eisengrosshändler Franz Ottahal aus Olomouc (dt.Olmütz) 1916 für 2 300 000 österreichische Kronen. Graf Eugen II. starb 1939 in Wien kinderlos und mit ihm erstarb auch die Náměštěr Zweiglinie der Grafen Kinskýs. Franz Ottáhal, der ausschliessliche Vertretung von Vítkovice Stahlwerke für Warenverkauf in ganz Mähren innehatte, wollte mittels des Erwerbs vom Grossgrundbesitz eigenen Vermögensaufstieg demonstrieren. Das Ehepaar Ottáhal liessen das Schloss modernisieren, Elektro- und Wasserleitungen verlegen, Zentralheizung einbauen; aus jener Zeit stammt auch die Anpassung des Schlossparks: der Park wurde mit niedriger Mauer umgeben, es wurden die Bauten wie die Kolonnade, der Teich und das Wasserbecken errichtet. 1943 starb Franz Ottáhal und sein umfangreiches Vermögen wurde unter seine Freu und Kinder aufgeteilt. Das Schloss zusammen mit dem dazu gehörenden Grossgrundbesitz eignete die Gattin Anna von Hälfte und Sohn Otto und Tochter Helena jeweils von Viertel. Am 17.Juni 1945 wurde das Vermögen gemäss den Beneš-Dekreten konfisziert und die Familienangehörigen für Deutsche erklärt. Es war eine der ersten Konfiszierungen in der damaligen Tschechoslowakei.

Eintritt ist möglich von Aprill bis Oktober, Samstags Vormittags werden Trauungszeremonien abgehalten.

 

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